Journalist im Portrait

„Die Phase der Schlussredaktion ist eher ungünstig für ausufernde Diskussionen über Sinn und Unsinn einer Aussendung!“

Michael Minichberger ist seit 1. April 2011 neuer Chefredakteur der „Salzburger Woche“, der wöchentlichen Bezirksbeilage der „Salzburger Nachrichten“.

Michael Minichberger ist seit 1. April 2011 neuer Chefredakteur der „Salzburger Woche“, der wöchentlichen Bezirksbeilage der „Salzburger Nachrichten“.


1. Journalisten sind in der privilegierten Position, einen abwechslungsreichen Job auszuüben: Was gefällt Ihnen noch an Ihrem Beruf?

Gespräche mit interessanten Menschen, der Blick hinter die Kulissen und die Möglichkeit, kreativ und selbständig zu arbeiten.

2. Wo viel Licht ist, ist meist auch viel Schatten: Was sind die Schattenseiten des Journalistenberufs?

Auf lange Arbeitstage und harte Auseinandersetzungen sollte man vorbereitet sein – im Idealfall sogar Spaß daran haben.

3. Was treibt Sie in Ihrem Beruf als Journalist an?

Die vielen spannenden Geschichten und Hintergründe, die mal offen auf der Straße, oft auch im Verborgenen liegen.

4. Wenn Sie Presseaussendungen zugeschickt bekommen, welche Themenfelder interessieren Sie da besonders und welche interessieren Sie überhaupt nicht?

Der Knackpunkt ist, ob etwas eine gewisse redaktionelle Relevanz für unser Produkt hat.

5. Wie werden Sie im Berufsalltag am liebsten mit PR-Aussendungen, Informationen und Einladungen versorgt?

Per Mail, gut aufbereitet und unaufdringlich.

6. An welchem Wochentag und zu welcher Tageszeit sind Sie in Ihrem Job am ehesten ansprechbar und wann sollte man Sie besser nicht kontaktieren?

Für interessante Dinge bin ich immer ansprechbar. Prinzipiell ist die Phase der Schlussredaktion (Montag, Dienstag) eher ungünstig für ausufernde Diskussionen über Sinn und Unsinn einer Aussendung.

7. Was können Sie in Zusammenhang mit PR-Agenturen gar nicht leiden?

Unnötige Anrufe und die Frage, ob etwas erscheinen wird.

8. Können Sie sich an einen Fall erinnern, wo Sie sich ganz besonders über eine PR-Agentur oder PR-Stelle geärgert haben?

Wenn die exklusiv übermittelten Fotos vor Erscheinen unserer Zeitung in Konkurrenzmedien zu bewundern sind, kann das schon mal vorkommen.

9. Erinnern Sie sich auch an einen Fall, wo Sie sich ganz besonders über eine PR-Agentur oder eine PR-Stelle gefreut haben?

Über eine funktionierende und unkomplizierte Zusammenarbeit freue ich mich des Öfteren.

10. Was zeichnet für Sie eine gute PR-Agentur oder einen guten PR-Berater aus?

Verbindlichkeit, Professionalität, Empathie für die Bedürfnisse eines Mediums.

11. Worauf sollten PR-Agenturen Ihrer Ansicht nach ihr Hauptaugenmerk in Sachen Medienarbeit legen?

Da ich schon mehrfach PR-Menschen darauf hingewiesen habe, mich bitte nicht in punkto Zeitungmachen zu belehren, enthalte ich mich hier einer Antwort.

12. Wie würden Sie Ihre Aufgabe bei der „Salzburger Woche“ charakterisieren?

Redaktionelle Gesamtverantwortung für die sechs Regionalausgaben.

13. Wofür steht die „Salzburger Woche“ in wenigen Worten und was macht es als Medium unverwechselbar?

Regionaljournalismus direkt aus den 119 Salzburger Gemeinden. Unsere Stärke ist die Nähe zu den Lesern und zu all dem, was sie in ihrem täglichen Leben beschäftigt.

14. Wenn Sie nicht Journalist wären, welchen Beruf würden Sie dann gerne ausüben?

Tennisprofi

Ad personam

Beruflicher Werdegang: Lokalredakteur „Pongauer Nachrichten“, später „Pinzgauer Nachrichten“, seit 1. April Chefredakteur der „Salzburger Woche“

Geburtsdatum: 5. Juni 1983

Hobbys: Tennis, Mountainbiken, Lesen, Kulinarik

Lieblingsort in Österreich: Salzburg

Lieblingsort weltweit: Barcelona

Lieblingsautor: Nikos Kasantzakis

Lieblingsgetränk: Kaffee und Wasser

Lieblingsessen: Apfelstrudel

Lieblingsfilm: „The Big Lebowski“

Lieblingsschauspieler: Robert de Niro

Kontakt: michael.minichberger@salzburg.com

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