Journalist im Portrait

Arne Johannsen: „Jeder Tag ist anders“

Arne Johannsen ist Chef von Dienst beim „WirtschaftsBlatt“, der Wirtschaftstageszeitung der Styria Medien AG. Zur Zeit nimmt Johannsen ein halbes Jahr Auszeit. Vor seiner Tätigkeit beim „WirtschaftsBlatt“ war Johannsen unter anderem beim Magazin „Cash Flow“, beim Wochentitel „News“ und der PR-Agentur Publico engagiert.

Arne Johannsen – Chef vom Dienst des „WirtschaftsBlatt“.Arne Johannsen ist Chef von Dienst beim „WirtschaftsBlatt“, der Wirtschaftstageszeitung der Styria Medien AG. Zur Zeit nimmt Johannsen ein halbes Jahr Auszeit. Vor seiner Tätigkeit beim „WirtschaftsBlatt“ war Johannsen unter anderem beim Magazin „Cash Flow“, beim Wochentitel „News“ und der PR-Agentur Publico engagiert.

Portrait

1. Was ist aus Ihrer Sicht das Schönste am Beruf des Journalisten?

Jeder Tag ist anders: Neue Menschen, neue Themen, neue Ideen

2. Was ist aus Ihrer Sicht das Schlimmste am Beruf des Journalisten?

Jeder Tag ist anders: Immer wieder ist Kreativität und voller Einsatz notwendig, kein Ausruhen in der Routine möglich

3. Welche Presseaussendungen sind für Sie gar nicht verwertbar?

solche, in denen nichts anderes steht als: „Unsere Firma ist die beste!“ – also Marketing-Phrasen statt echter Information

4. Wie werden Sie am liebsten mit Informationen und Einladungen versorgt?

per mail, wobei schon in den ersten Zeilen erkennbar sein muss, worum es geht. Ist das unklar, mache ich irgendwelche Attachements gar nicht erst auf.

5. Was zeichnet aus Ihrer Sicht eine gute PR-Agentur aus?

Eine gute PR-Agentur ist eine, die journalistisch denkt und den Mut hat, ihren Kunden manche Idee auszureden.

6. Was sollte ein PR-Verantwortlicher tunlichst vermeiden?

Druck auszuüben mit Hinweis auf das Inseratengeschäft. Aber leider kommt auch das vor.

7. Orten Sie mitunter handwerkliche Fehler bei Presseaussendungen?

Selten, höchstens, dass sie nicht schnell genug zur Sache kommen

8. Gibt es etwas was Sie im Zusammenhang mit PR-Agenturen ärgert?

Nein. Im Allgemeinen ist die Zusammenarbeit gut. Die Branche ist den vergangenen Jahren sehr viel professioneller geworden.

9. Wann – an welchem Wochentag, zu welcher Tageszeit – sind Sie im Ihrem Job am ehesten ansprechbar, wann gar nicht?

Bei einer Tageszeitung ist bis 14 Uhr vieles möglich, danach werden die Gespräche meist kürzer.

10. Was halten Sie vom so genannten „Nachrufen“, also dem Nachfassen von Seiten der PR-Agenturen, ob man denn eine Presseaussendung „eh erhalten“ habe oder „eh an einer Pressekonferenz teilnehmen“ werde?

Lästig, aber aus Sicht der Agentur notwendig, deshalb okay.

11. Wofür steht das WirtschaftsBlatt?

Österreichs größte Wirtschaftsredaktion bietet täglich einen kompetenten Überblick über die Wirtschaft des Landes

Ad personam:

Beruflicher Werdegang: Studium Germanistik und Politikwissenschaft in Hamburg, Redakteur beim „Hamburger Abendblatt“, seit 1989 in Österreich, Redakteur/später Chefredakteur bei „Cash Flow, dann im Wirtschaftsressort von „News“, Senior Consultant bei der PR-Agentur Publico, stellvertretender Chefredakteur „Profit“ (Manstein Verlag), seit 1999 Chef vom Dienst beim „WirtschaftsBlatt“. Daneben; Lehrbeauftragter am WIFI sowie Durchführung von Schreibworkshops und Medientrainings

Familienstand: verheiratet, zwei Kinder (16 und 9 Jahre alt)

Sternzeichen: Zwilling

Geburtsdatum: 23. Mai 1959

Lieblingsmusiker: Mick Hucknall (Simply Red), David Helfgott (Klavier-Gott)

Lieblingsort in Österreich: Millstättersee in Kärnten

Kontakt: arne.johannsen@wirtschaftsblatt.at

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