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Claus-Gatterer-Preis an „Kurier“-Redakteurin Dr. Margaretha Kopeinig

ÖJC-Präsident Fred Turnheim würdigte die Preisträgerin als „die Grande Dame der Europa-Berichterstattung im österreichischen Journalismus“.

Preiswürdig.ÖJC-Präsident Fred Turnheim würdigte die Preisträgerin als „die Grande Dame der Europa-Berichterstattung im österreichischen Journalismus“.
Der vom Österreichischen Journalisten Club (www.oejc.or.at) verliehene und mit 5.000 Euro dotierte Prof.-Claus-Gatterer-Preis 2008 ging an die „Kurier“-Redakteurin Dr. Margaretha Kopeinig. Zum Festakt hatten die Vienna Insurance Group (Wiener Städtische) und der ÖJC in den Ringturm geladen. Festrednerin Mag. Barbara Prammer, die als erste Präsidentin des Nationalrates unabkömmlich bei einer von der Opposition kurzfristig erzwungenen Nationalrats-Sitzung zugegen sein musste, lieferte ihre Festrede kurzerhand per Video ab. Ihr Appell an die Medien: Sie sollten gegenüber den Organen der EU nicht wie Ringrichter agieren, die einen Boxer schon anzählen, wenn er in den Ring steigt. Bezogen auf die Südtiroler Heimat Gatterers betonte sie die Wichtigkeit des fairen Umganges mit Minderheiten in Europa.

Für das Land Südtirol hielt die Südtiroler Landesrätin für Familie, Denkmalpflege und deutsche Kultur, Dr. Sabina Kasslatter Mur, eine Rede: Sie pflichtete Nationalratspräsidentin Prammer bezüglich der Minderheiten bei und äußerte Sorgen über die zunehmenden Ängste der Bevölkerung, die sich in den jüngsten Wahlergebnissen in Südtirol wie in Österreich zeigten.

Preisträgerin ist „Grande Dame der Europa-Berichterstattung“

ÖJC-Präsident Fred Turnheim zeigte Verständnis für die EU-Kritik der österreichischen Bevölkerung, die er nicht zuletzt auf die noch immer nicht entschuldigte Embargo-Entscheidung zurückführt, aber auch auf die schlecht kommunizierten „Brüsseler Beschlüsse“. Turnheim bezeichnete die Preisträgerin als „die Grande Dame der Europa-Berichterstattung im österreichischen Journalismus“. Die Preisträgerin Dr. Margaretha Kopeinig stellte das Thema EU in einen weltweiten Zusammenhang. Aus der Sicht der USA, die sich gerade über Obamas „Change“ freuen, präsentierte sie am Rednerpult ein Buch, in dem die Amerikaner Europa um seine Politik der Einigkeit beneiden. Moderiert wurde die Preisverleihung von ÖJC-Vizepräsident Herbert Laszlo, die Begrüßungsansprache hielt die Vizepräsidenten des ÖJC, Elisabeth Gardavsky. Kuratoren, die den Prof.-Claus-Gatterer-Preis finanzieren, sind der Arbeitersamariterbund Österreich, Casinos Austria AG, Flughafen Wien AG, die Gewerkschaft KMSFB, Kapsch AG, Oberbank AG, Red Bull, Siemens AG Österreich, Wiener Städtische Versicherung AG, Uniqa sowie der Prof. Claus Gatterer Gedächtnisverein und das Land Südtirol.

 

Die Preisträgerin Dr. Margaretha Kopeinig stellte das Thema EU in einen weltweiten Zusammenhang.

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