Journalist im Portrait

„Als Journalist kannst Du Deinen Laden nie absperren!“

Franz J. Sauer ist Redakteur des Gratismagazins „Weekend“ und Motorchef des Lifestylemagazins Wiener. Über die Jahre hat der heute 35-Jährige sein journalistisches Betätigungsfeld über Autothemen hinweg auf andere Themen ausgeweitet.

Franz J. Sauer – Redakteur „Weekend“ und Motorchef „Wiener“.Franz J. Sauer ist Redakteur des Gratismagazins „Weekend“ und Motorchef des Lifestylemagazins Wiener. Über die Jahre hat der heute 35-Jährige sein journalistisches Betätigungsfeld über Autothemen hinweg auf andere Themen ausgeweitet.


1. Journalisten sind in der privilegierten Position, einen abwechslungsreichen Job auszuüben: Was gefällt Ihnen noch an Ihrem Beruf?

Die Möglichkeit, fernab von fixen Bürozeiten kreativ arbeiten zu können, die Chance gelegentlich und teilweise auf Unzulänglichkeiten hinweisen zu können (Kommentare!) und die Gelegenheit, schöne Dinge des Lebens einer größeren Menschengruppe zugänglich zu machen.

2. Wo viel Licht ist, ist meist auch viel Schatten: Was sind die Schattenseiten des Journalistenberufs?

Der teils punktuell immense Stress, das teilweise schlechte Image des Berufsstandes, die Krux, seinen „Laden nie absperren zu können“, sprich auch in seiner Freizeit oft bis ständig über den Job und seine Topics nachzudenken.

3. Was treibt Sie in Ihrem Beruf als Journalist an?

Der Thrill des Schreibens und die Suche nach der stets besseren, flüssigeren, schlüssigeren Formulierung.

4. Wenn Sie Presseaussendungen zugeschickt bekommen, welche Themenfelder interessieren Sie da besonders und welche interessieren Sie überhaupt nicht?

Grundsätzlich interessieren mich Inhalte von Presseaussendung dann, wenn sie schmackhaft aufbereitet sind bzw. einen guten Catcher in der Überzeile haben, der mich dann eben interessiert macht, abseits meiner Fachgebiete.

5. Wie werden Sie im Berufsalltag am liebsten mit PR-Aussendungen, Informationen und Einladungen versorgt?

Ausschließlich per E-Mail bitteschön!

6. An welchem Wochentag und zu welcher Tageszeit sind Sie in Ihrem Job am ehesten ansprechbar und wann sollte man Sie besser nicht kontaktieren?

Das variiert sehr stark, da ich für mehrere Medien tätig bin und immer irgendwo Schlussproduktion ist …

Was können Sie in Zusammenhang mit PR-Agenturen gar nicht leiden?

Wenn man mir Geschichten als Geschichten verkaufen will, die beim besten Willen keine sind.

8. Können Sie sich an einen Fall erinnern, wo Sie sich ganz besonders über eine PR-Agentur oder PR-Stelle geärgert haben?

Geärgert ist vielleicht übertrieben. Aber irgendwann wollte man mit einen „Promi-Autotest“ mit dem Marketingchef eines großen Unternehmens „andrehen“. Der Mann war allerdings völlig unbekannt, was die PR-Lady entschieden dementierte, die ließ auch nicht locker. Wir mussten dann einen kurzen Exkurs über das Wörtchen „prominent“ und dessen Bedeutung telefonisch abhandeln.

9. Erinnern Sie sich auch an einen Fall, wo Sie sich ganz besonders über eine PR-Agentur oder eine PR-Stelle gefreut haben?

Ich freue mich immer dann über professionelle PR-Agenturarbeit, wenn ich alle Dinge, die ich zur Ausübung meines Jobs benötige, möglichst ohne viel Nachzufragen, erhalte. Beispiel: druckfähige Bilder, Motive, die diesen Titel verdienen, die wichtigsten Infos möglichst prägnant und umfassend aufgeführt. Auch das Thema Erreichbarkeit und Rückrufe spielt hier eine wichtige Rolle, vor allem wenn es um Interviews geht …

10. Was zeichnet für Sie eine gute PR-Agentur oder einen guten PR-Berater aus?

Wenn er versucht, als Journalist zu denken und demnach seine Stories, Themen aufarbeitet.

11. Worauf sollten PR-Agenturen Ihrer Ansicht nach ihr Hauptaugenmerk in Sachen Medienarbeit legen?

Auf die umfassende und schnelle Übermittelbarkeit ihrer Inhalte und die Griffigkeit der zu übermittelnden Themen.

12. Wie würden Sie Ihre Aufgabe beim „Wiener“ charakterisieren?

Schlicht als Hauptverantwortlicher für die Themen Motor, Uhren und Zigarren.

13. Wenn Sie nicht Journalist wären, welchen Beruf würden Sie dann gerne ausüben?

Keine Ahnung … vielleicht Autohändler?

Ad personam

Beruflicher Werdegang:

Seit 2000 als Journalist tätig, ohne viel Vorspiel direkt in den Job „gerutscht“. Während schreiberischer Tätigkeit von Kollegen wie Andrea Fehringer oder Manfred Sax „ausgebildet“. Zunächst nur im Bereich Motor tätig, dann mit stetig erweitertem Themenfeld.

Geburtsdatum: 19. September 1974

Hobbys: Autos, Tennisspielen, Musik, „Cafehausing“

Lieblingsort in Österreich: Wien, Neusiedlersee

Lieblingsort weltweit: Dubrovnik, Kapstadt

Lieblingsautor: Herbert Völker

Lieblingsgetränk: Long Island Icetea

Lieblingsessen: vieles und allerlei

Lieblingsfilm: „Der Pate“ 1 – 3

Lieblingsschauspieler: Al Pacino, Robert De Niro, Philipp Seymour Hofmann, Erwin Steinhauer, Götz George

Kontakt: franz@stockwerk.at

Franz J. Sauer, Redakteur bei „Weekend“ und Motorchef des „Wiener“ fordert von einer PR-Agentur bloß, dass die ihren Job bestmöglich erledigt: „Ich freue mich immer dann über professionelle PR-Agenturarbeit, wenn ich alle Dinge, die ich zur Ausübung meines Jobs benötige, möglichst ohne viel Nachzufragen, erhalte.“

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