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Platin-EFFIE erging heuer an Wien Nord-Kampagne „100 Jahre Technisches Museum“

Der zweite wichtige Preis der EFFIE-Gala ist die Verleihung des Titels „Marketer des Jahres“: Heuer wurde Thomas Saliger von XXXLutz mit dem begeherten Titel ausgezeichnet.

Effiziente Kommunikation.Der zweite wichtige Preis der EFFIE-Gala ist die Verleihung des Titels „Marketer des Jahres“: Heuer wurde Thomas Saliger von XXXLutz mit dem begeherten Titel ausgezeichnet.
Das Austrian Chapter der International Advertising Association (IAA) lud Mitte Oktober 2010 in die Halle E des Museumsquartiers: Bereits zum 26. Mal wurde im Rahmen der traditionellen EFFIE-Gala einer der begehrtesten Preise für erfolgreiche Werbung und Marktkommunikation vergeben – der EFFIE. Zudem wurden zum dritten Mal wurden die effizientesten Kampagnen im zentral- und osteuropäischen Raum mit dem CEEMAX-Award der IAA ausgezeichnet. Zum „Marketer des Jahres“ wurde Mag. Thomas Saliger gewählt. 650 Gäste aus Werbung, Wirtschaft und Medien gratulierten dem Technischen Museum und der Agentur Wien Nord zur Mediamix-Kampagne „100 Jahre Technisches Museum“, die mit dem EFFIE in Platin und Gold ausgezeichnet wurde. Weiters wurden vier EFFIEs in Gold, elf in Silber und acht in Bronze sowie vier Anerkennungen von der Jury unter Vorsitz von Dr. Walter Holiczki vergeben. Zum dritten Mal wurden in diesem Jahr mit dem CEEMAX die effizientesten Kampagnen im CEE-Raum ausgezeichnet. Von den insgesamt zwölf CEEMAX-Einreichungen wurden vier Kampagnen von der Jury ausgezeichnet – je eine in Gold, Silber und Bronze und eine Anerkennung.




Wurde von der IAA mit dem Titel „Marketer des Jahres“ gewürdigt: XXXLutz-Marketingchef Thomas Saliger.

Die Fragezeichen des Präsidenten Max Palla

Social Media – iPad – Verleger-Abgänge – Gratis? – ORF – Ausschreibungen/Präsentationen – Werbeabgabe – Wertschätzung der Werbung

IAA-Präsident Max Palla holte zur großen Tour durch die für die Branche wichtigen Ereignisse und Themen aus und kam unter dem Zeitdruck von Moderator Tom „Mikromann“ Wallek doch schnell zu einem hoffnungsvollen Ende. Die großen Fragezeichen sieht Palla in den Wirkungen, die Social Media und das iPad auf die Werbebranche haben werden. Ebenso die diesjährigen Veränderungen in den Führungsebenen der Verlage (Dichand, Pirker) und die Frage, ob Gratis das bestimmende Geschäftsmodell sein kann und wer dann alles bezahlen soll? Das neue ORF-Gesetz ist für ihn eine ebenso große Unbekannte, als es eine Marktregulierung ist oder als Wettbewerbsbeschränkung wirkt. Das jüngste Thema für die Kommunikationsbranche sind die Agenturpräsentationen, die in einem vielfach unglücklichen Licht stehen und kaum jemanden glücklich machen. Sie stellen für Agenturen bei Teilnahme einen fünfstelligen Kostenfaktor dar, sind für Auftraggeber oft eine kurzweilige Unterhaltung und keine Entscheidungsgrundlage. Im öffentlichen Bereich entsteht auch gerne der Eindruck einer reinen Show ohne Entscheidungsrelevanz. Jedenfalls sollen sie nicht gratis gefordert sein und dagegen stellt sich die Kampagne „Gegen Schwarze Schafe“ der Fachgruppe Werbung Wien, wo auch schon die ersten weißen Schafe vertreten sind. Die spannende Facebook-Kampagne hat jedenfalls frischen Wind in das Thema gebracht. www.facebook.com/gegenschwarzeschafe

Zurück in die Zukunft mit Wertschätzung

Die Wertschätzung für eine Branche, die immerhin drei Milliarden Euro Umsatz der heimischen Volkswirtschaft beisteuert, geht Palla ganz besonders ab. Die fehlende Wertschätzung zeigt eine Vertrauenskrise und das Vertrauen soll wieder aufgebaut werden. Dem „Herumschwurbeln“ mit neuen tollen Begriffen und Positionierungen möchte Palla entschleunigen. Wie Slow Food soll es Slow Management in der Kommunikationsbranche geben, das mehr auf Überlegtheit setzt und nachhaltiger wirkt. Der Dauerbrenner der Nachhaltigkeit ist die Werbeabgabe, die nachgewiesener Weise Wirtschaftswachstum kostet und ihren Wegfall im Steueraufkommen überkompensieren würde. Das 1927 eingeführte Provisorium feiert fröhliche Urständ und wird auch demnächst nicht verschwinden. Der Vorschlag von Palla hier ist nun neu: Ein befristetes Aussetzen der Werbeabgabe für zwei Jahre als Konjunkturmaßnahme ist die Forderung, die vielleicht zu einem neuen ewigen Provisorium wird.

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