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PRVA geht dem „Image von PR in Österreich“ auf den Grund

Der jüngsten PRVA-Branchen-Umfrage „Image der PR in Österreich“ zufolge, beurteilen über die Hälfte der befragten Branchen-Experten aus Unternehmen und Agenturen das aktuelle PR-Image als gut. Mehr als ein Drittel ist der Ansicht, dass sich das Image der PR in den letzten Monaten verschlechtert hat. Das Image von Lobbying wird von der Branche als eher schlecht eingeschätzt. Jeder Zweite sieht Lobbying als Bestandteil der PR, knapp 44 Prozent als eigene Disziplin.

Branchen-Umfrage.Der jüngsten PRVA-Branchen-Umfrage „Image der PR in Österreich“ zufolge, beurteilen über die Hälfte der befragten Branchen-Experten aus Unternehmen und Agenturen das aktuelle PR-Image als gut. Mehr als ein Drittel ist der Ansicht, dass sich das Image der PR in den letzten Monaten verschlechtert hat. Das Image von Lobbying wird von der Branche als eher schlecht eingeschätzt. Jeder Zweite sieht Lobbying als Bestandteil der PR, knapp 44 Prozent als eigene Disziplin.
Über die Hälfte der in der von Margketagentur durchgeführten PRVA-Branchen-Umfrage „Image der PR in Österreich“ befragten PR-Profis, nämlich 52,3 Prozent, ist vom guten Ruf der PR-Branche in Österreich überzeugt. 17,8 Prozent schätzen das PR-Image eher schlecht ein. Für rund 56 Prozent der Befragten war keine direkte Imageveränderung in den vergangenen Monaten spürbar, über ein Drittel (38,7 Prozent) stellte eine negative Tendenz fest.

Negatives Image dank Maischberger, Hochegger und Co

Gründe für eine Imageänderung sehen die Befragten in den negativen Schlagzeilen der vergangenen 20 Monate: etwa über die Affären rund um Meischberger und Hochegger oder die mangelnde Krisen-PR des Ölriesen BP. Dadurch leidet die Glaubwürdigkeit von PR sowohl bei Journalisten als auch das Berufsprofil generell. Zum anderen ergeben sich aber auch Chancen: In Krisenzeiten ist gute Kommunikation eine Schlüsselaufgabe und wird von vielen Auftraggebern verstärkt nachgefragt. Besonders bemerkbar macht sich diese negative Entwicklung bei der Auftragsvergabe und bei der Neukundenakquise: Jeder zweite Befragte (53,2 Prozent) kämpft hier bereits mit spürbaren Auswirkungen. Auch in der laufenden PR-Arbeit mit bestehenden Kunden stellt rund ein Drittel der PR-Experten einen negativen Trend fest.

Wo sollte Lobbying „beheimatet“ sein?

Die PRVA-Umfrage ergab weiter, dass 54,2 Prozent der Befragten Lobbying als Bestandteil der PR ansehen. Für 43,9 Prozent hingegen stellt der Bereich Lobbying eine eigene Disziplin in der Kommunikation dar. 65,4 Prozent schätzen das Image von Lobbying in Österreich als eher weniger gut ein. Knapp zwei Drittel (63,6 Prozent) sind der Ansicht, dass Lobbyisten in den vergangenen Monaten unvorteilhafte Veränderungen erfahren haben. Als Ursachen für das im Verhältnis zur PR schlechtere Abschneiden werden vor allem die diversen politischen Skandale gesehen. Die negative Berichterstattung, die auch am Image der PR nagt, hat eindeutig größere Auswirkungen auf das Lobbying-Image.

Arbeitskreis Lobbying

37 Prozent sehen Probleme bei Lobbying-Auftragsvergabe bzw. Neukundengewinnung und in der aktuellen Kundenarbeit (27,1 Prozent). Auch hier plädieren die befragten PR-Experten für eine klare positive Marktpositionierung, um Branchenstandards zu etablieren. Martin Bredl, Präsident des PRVA, resümmiert: “Wir sehen in diesem Ergebnis einen klaren Handlungsauftrag der Branche Qualitätsstandards bzw. einen Verhaltenskodex für Lobbying klar zu definieren und innerhalb des PRVA verbindlich zu erklären. Ein neuer Arbeitskreis Lobbying wird dazu in den nächsten Monaten installiert.“

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