Journalist im Portrait

„Kaum ein anderer Beruf ist so abwechslungsreich, wie der des Journalisten!“

Mit Anfang Februar startete Thomas Winkler als Chefredakteur der Oberösterreichische Bezirksrundschau (www.bezirksrundschau.com). Winkler trat damit die Nachfolge von Michael Frostel an, der ab März eine neue berufliche Herausforderung als Verantwortlicher der Konzernkommunikation der Oberösterreichischen Energie AG annimmt.

Mit Anfang Februar startete Thomas Winkler als Chefredakteur der Oberösterreichische Bezirksrundschau (www.bezirksrundschau.com). Winkler trat damit die Nachfolge von Michael Frostel an, der ab März eine neue berufliche Herausforderung als Verantwortlicher der Konzernkommunikation der Oberösterreichischen Energie AG annimmt.

1. Journalisten sind in der privilegierten Position, einen abwechslungsreichen Job auszuüben: Was gefällt Ihnen noch an Ihrem Beruf?

Mir gefällt, tagtäglich interessante Menschen kennenzulernen und von ihnen zu lernen. Mir gefällt, mit Information arbeiten zu können. Und mir gefällt, dass ich meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Verfassen von Geschichten, nachgehen kann.

2. Wo viel Licht ist, ist meist auch viel Schatten: Was sind die Schattenseiten des Journalistenberufs?

Die einzige Schattenseite des Journalistenberufs sind für mich die unregelmäßigen Dienstzeiten – bedingt durch das Wahrnehmen zahlreicher Abendtermine, bei denen sich jedoch wieder die Gelegenheit ergibt, mit interessanten Menschen in Kontakt zu treten.

3. Was treibt Sie in Ihrem Beruf als Journalist an?

Den Lesern der Bezirksrundschau jede Woche Informationen zu bieten, die Ihnen in ihrem Leben ein Stück weiterhelfen oder die ihnen Unterhaltung bieten. Der Service-Gedanke bildet einen Schwerpunkt in der Berichterstattung der Bezirksrundschau.

4. Wenn Sie Presseaussendungen zugeschickt bekommen, welche Themenfelder interessieren Sie da besonders und welche interessieren Sie überhaupt nicht?

Es gibt keine grundsätzlich uninteressanten Themenfelder, die Gestaltung von Presseaussendungen raubt Journalisten aber sehr oft die Lust, sich mit einem Thema näher zu beschäftigen.

5. Wie werden Sie im Berufsalltag am liebsten mit PR-Aussendungen, Informationen und Einladungen versorgt?

Per Mail.

6. An welchem Wochentag und zu welcher Tageszeit sind Sie in Ihrem Job am ehesten ansprechbar und wann sollte man Sie besser nicht kontaktieren?

Für gute Geschichten bin ich zu jeder Tages- und Nachtzeit zu haben – 0699/1399 0659!!!

7. Was können Sie in Zusammenhang mit PR-Agenturen gar nicht leiden?

Die Flut an sinnlosen Pressekonferenzen, zu denen sich manche PR-Agentur veranlasst sieht, nur um ihr Engagement gegenüber ihrem Kunden zu rechtfertigen, sowie zig Anrufe, ob denn ein Vertreter der Redaktion diese sinnlose Pressekonferenz wahrnehmen werde.

8. Können Sie sich an einen Fall erinnern, wo Sie sich ganz besonders über eine PR-Agentur oder PR-Stelle geärgert haben?

Als mir die Mitarbeiterin einer PR-Agentur erklären wollte, welcher Titel denn besser zum Artikel über ein von ihr betreutes Unternehmen gepasst hätte.

9. Erinnern Sie sich auch an einen Fall, wo Sie sich ganz besonders über eine PR-Agentur oder eine PR-Stelle gefreut haben?

Immer dann, wenn Infos unkompliziert und knapp gehalten samt zwei bis drei passenden Fotos übermittelt werden und man bei Bedarf schnell weitere Daten bekommt.

10. Was zeichnet für Sie eine gute PR-Agentur oder einen guten PR-Berater aus?

Ständige Erreichbarkeit, schnelle Reaktion, gute Kenntnis des betreuten Unternehmens oder der betreuten Organisation.

11. Worauf sollten PR-Agenturen Ihrer Ansicht nach ihr Hauptaugenmerk in Sachen Medienarbeit legen?

Sich zuerst einmal einen Überblick über die Medienlandschaft zu verschaffen, damit nicht peinliche Verwechslungen mit anderen Medien passieren. Sich mehr Gedanken darüber machen, welche Informationen für Medien wirklich relevant sind und dadurch die Flut an Presseaussendungen und -konferenzen eindämmen.

12. Wie würden Sie Ihre Aufgabe bei der „Bezirksrundschau“ charakterisieren?

Als Chefredakteur der „Bezirksrundschau“ bin ich vorrangig für die Koordination und Kontrolle der 17 Ausgaben in Oberösterreich zuständig, die zum größten Teil selbstständig von den Redaktionen vor Ort produziert werden. Dazu kommt das Verfassen von Geschichten für die landesweit erscheinenden „OÖ-Blick“-Seiten.

13. Wofür steht die „Bezirksrundschau“ in wenigen Worten und was macht sie als Medium unverwechselbar?

Die „Bezirksrundschau“ steht mit ihren 17 Ausgaben und den Redaktionen in den einzelnen Bezirken für eine besondere Nähe zum Leser, für Lokalnachrichten, die unsere Leser sonst nirgends geliefert bekommen.

14. Wenn Sie nicht Journalist wären, welchen Beruf würden Sie dann gerne ausüben?

Jeden Tag einen anderen, denn kaum ein anderer Beruf ist so abwechslungsreich, wie der des Journalisten.

Ad personam

Beruflicher Werdegang: Matura am Kollegium Petrinum in Linz, Kommunikationswissenschaften- & Spanisch-Studium in Salzburg samt Auslandssemester in Salamanca, Volontariate während des Studiums bei der „Oberösterreichischen Rundschau“, den „Salzburger Nachrichten“, „auto motor & sport“ in Stuttgart. Einstieg als freier Redakteur bei der „Oberösterreichischen Rundschau“ während des Studiums. Nach drei Jahren Aufstieg zum Leiter der Ressorts Wirtschaft & Motor. Mitte 2008 Ernennung zum Redaktionsleiter der „Sonntags Rundschau“, Ende 2008 zum Chefredakteur der neuen „Rundschau am Sonntag“. Seit Februar neuer Chefredakteur der „Bezirksrundschau“.

Geburtsdatum: 23. Juni 1978

Hobbys: Laufen, Radfahren, Autos

Lieblingsort in Österreich: Das Elternhaus in Engerwitzdorf

Lieblingsort weltweit: Machu picchu in Peru

Lieblingsautor: gibt keinen

Lieblingsgetränk: Tee, Radler, Caipirinha

Lieblingsessen: Fast alles aus Mamas Küche

Lieblingsfilm: „Abre los ojos“ von Alejandro Amenábar – die Vorlage für „Vanilla Sky“

Lieblingsschauspielerin: Penélope Cruz

Kontakt: twinkler@bezirksrundschau.com

Thomas Winkler ist seit wenigen Wochen Chefrdakteur der „Oberösterreichische Bezirksrundschau“. Ganz besonders hat sich Winkler einmal über eine Mitarbeiterin einer PR-Agentu geärgert, als ihm die erklären wollte, „welcher Titel denn besser zum Artikel über ein von ihr betreutes Unternehmen gepasst hätte“.

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